Welpenkaufen? Aber wie ....
macht man das richtig?
Denkanstöße für die richtige Auswahl eines Welpen.
Als erstes sollte man sich die Frage stellen, was man mit dem Hund machen möchte und ob er überhaupt in das Umfeld hinein passt. Nicht jeder Hund ist ein guter Treppensteiger oder genügsam, wenn es um das Gassigehen geht.
Schon hier sollten Sie bei der Rasse eine Auswahl vornehmen. Informationen zu den verschiedensten Rassen bekommt man bei Wikipedia.de http://de.wikipedia.org/wiki/Hunderassenliste
Haben sie keine genauen Vorstellungen oder wollen etwas Gutes tun, dann fragen Sie einen örtlichen Tierarzt. Dort bekommt man an seinem Schwarzen Brett möglicherweise schon einen Hinweis über Welpen, die in Ihrer Umgebung auf ein neues Zuhause warten. Im Tierheim gibt es bestimmt Anregungen, wie Sie sich entscheiden sollten. Das eine oder andere schlimme Schicksal kann dort auch einen anderen Verlauf nehmen, wenn bei der Auswahl nach einem Hund nicht unbedingt ein Welpe gewünscht wird.
Eine Tierheimliste findet man hier: http://www.tierheim-liste.de
Im Internet findet man zu allen vorhandenen Hunderassen Züchter mit ihren Homepages. Nicht jede gut gestaltete Seite ist schon alleine der Hinweis auf gesunde Tiere. Informieren Sie sich ausgiebig in den einschlägigen Foren und durchstöbern Google mit den passenden Suchbegriffen, damit Sie hier später keine bösen Überraschungen erfahren.
In der Welt der Zuchtverbände tobt ein Konkurrenzkampf, der mit Verdächtigungen und Beschimpfungen untereinander ausgetragen wird. Hier sollten Sie keinen großen Wert auf Meinungen der Verbandsangehörigen untereinander geben. Bei einer professionellen Zucht, auch wenn sie sich an Vorgaben der Dachverbände hält, sind im Laufe einer beispielsweise 8 Jahre währenden Zeit in der eine Hündin werfen kann, Wurfleistungen von (8 Jahre) X (2 Würfe pro Jahr) X (6 Welpen pro Wurf) zu erwarten. Das macht dann bei einem angenommenen Preis von 800 € pro Welpe ca. 77 000 €! Das kann, je nach Züchter, natürlich auch weniger sein. In vielen Fällen deutlich höher. Ein lukratives Geschäft.
Bleiben Sie deshalb gelassen und wählen Sie nach Ihren Vorstellungen, was ein Züchter für Sie erfüllen sollte.
Achten Sie auch auf Inserate, die Tiere aus Notlagen befreien möchten. Nicht jedes Angebot ist wirklich im Interesse des Tierschutzes ernst gemeint. Nach einem Leben als Wurfmaschine gibt es keinen Tierarzt, der im oben genannten Beispiel die erschöpfte Hündin „erlöst“. Für für den Hundezüchter uninteressant, werden solche Wesen als „Hund in Not“ dann als befreite Wesen aus Ost-, West- oder Südeuropa weiter vermittelt. Wer sich von diesen Geschichten erweichen läßt, macht möglicherweise anschließend folgende Erfahrung: Nach der glücklichen vorübergehenden Vermittlung an Sie, für einen geringfügigen Betrag, kommt nach Monaten der Gemeinsamkeit die Zahlungsaufforderung von mehreren hundert Euro, da man jetzt eine geeignete Familie für den Hund gefunden habe. Zahlen oder den Hund weiterreichen?
Bleiben Sie immer kritisch. Informationen holt man sich am Besten bei den Dachverbänden der betreffenden Rasse. Hier erfährt man auch, in welchem Umfang auf sorgsame Zucht geachtet wird und die tierärztliche Betreuung dieser verläuft. Dazu gehören zum Beispiel Untersuchungen von Hüftgelenkserkrankungen, Erkrankungen der Ellenbogen oder erblich bedingte Augenleiden. Dies sind nur einige Beispiele. Leider lassen sich gerade bei Rassehunden typische erbliche Erkrankugen in gehäuftem Umfang erkennen!
Schauen Sie sich um und besuchen einen Züchter Ihrer Wahl, bei dem sie das Gefühl haben, es liegt ihm an seinen Welpen und nicht am Umsatz. Züchter aus Tradition und mit tierfreundlichen Einstellungen haben auch noch die Opas und Omas ihrer Zucht im Hause.
Kaufen Sie dort ihren Welpen, wo die Gewissheit nahe liegt, daß es sich um einen Züchter handelt, der an der Gesundheit seiner Hunde arbeitet und diese stets überwacht, tierärztlich bei Welpen Untersuchungen durchführen läßt und Ihnen auch noch im späteren Verlauf mit Rat und Tat gerne unter die Arme greift. Einem guten Züchter liegt an der Gesundheit seiner Tiere.