
Der Achal-Tekkiner zählt zu den ältesten Pferderassen der Welt. Der Name dieser Rasse weist auf die Oase Achal-Teke hin, die sich in einem schmalen, immer wieder unterbrochenen, 100 Kilometer langen Oasenstreifen zwichen dem Nordrand des Kopet-Dag-Gebirges und der Wüste Karakum erstreckt. Durch die Isolierte Lage seines Herkunftsgebietes und die vorherrschende Wasserarmut gilt diese Araberart als besonders zäh und ausdauernd.
Mit einem Stockmaß zwischen 1,50 bis 1,60 Meter weist sein Körperbau ungewöhnliche Besonderheiten auf, die bei anderen Rassen als Fehler gelten: Kuhhessige Hinterbeine, steil aufgestellter Hals, Vorder- und Hinterbeine sehr eng aufgestellt und langer Rücken bei schwach gebauten Lenden.
Diese sehr alte Pferderasse wird in dieser Form in Turkmenistan bereits seit annähernd 3000 Jahren gezüchtet. Bereits vor der christlichen Zeitrechung war der Achal-Tekkiner bis nach China bekannt und begehrt. Kriege und Raubzüge dezimierten die Rasse, die dann durch Timur Lenk (1336-1405) eine Auffrischung durch arabische Stuten erhielt.
Das Zuchtbuch dieser Rasse wird seit 1917 in Russland geführt, das seinen Anspruch auf die Region Turkmenistan (der Achal Tekkiner ist sein Wappenzeichen) erhebt und daraus das Recht ableitet, die gesamten Zuchtbuchunterlagen in Moskau zu halten.
Als reinrassig gelten nur jene Achal-Tekkiner, deren Vorfahren in dem VII Stutbuch geführt werden.